Woyzeck – in Planung

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Woyzeck

von Georg Büchner

Büchners Fragment gebliebenes Drama gilt als eines der einflussreichsten Werke der deutschen Theaterliteratur und bietet eine Vielzahl von Inszenierungsmöglichkeiten. Der einfache Soldat Woyzeck ist der Gepiesackte, der Gequälte, der Gehetzte, der Unterdrückte, Ausgenutzte und Betrogene. Trotz anstrengendem Dienst als braver Soldat reicht sein Sold kaum, um sich und seine Familie durchzubringen. Als Nebenverdienst wird er im Rahmen medizinischer Experimente auf Erbsendiät gesetzt, und als Krönung der Qualen betrügt ihn die geliebte Marie mit einem Tambourmajor. Stress, Entsagung, Unfreiheit und Verrat bringen ihn in einen Zustand der Sinnlosigkeit und wahnsinnsnahen Unzurechnungsfähigkeit. So reichen die Themen des Stücks von finanzieller Not und gesellschaftliche Verrohung über erniedrigende Machtausübung und entwürdigendes Menschenexperiment bis hin zum Eifersuchtsdrama. Mühelos lassen sich so Bezüge zu Fragen der Gegenwart herstellen, wie Individualismus und Determinismus, Stress und Freiheit, repressive Machtausübung und freiwillige (neoliberale) Selbstausbeutung, Fremdzuschreibung und Selbstproduktion, Multijobbing und Freizeithedonismus, ohne
den Text plump in die Gegenwart zu übertragen. Gleiches gilt für die Besetzung der Titelfigur mit einer Frau. Diese Entscheidung erlaubt zusätzlich das Spiel auf mehreren Ebenen: Gesellschaftliche Akzeptanz, Machtausübung, Verletzlichkeit des Einzelnen, sexuelle Spannungsverhältnisse und Rollenbilder – ohne künstliche Modernisierung oder Milieuverschiebung.

Trailer N.N.

Pressestimmen

Es spielen

N.N.

Inszenierung

Robert Ludewig

Dramaturgie

Nikolai Steinhart

Bühne/Kostüm/Licht

n.n.

Assistenz

Simone Birkner

Video

n.n.

Premiere

 

 

 

 

 

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